110 Jahre Vierhaus

 

 

Wir feiern Jubiläum!

110 Jahre des innovativen Denkens und Handels liegen hinter uns. Ein besonderer Erfolgsweg, den wir vor allem Ihnen verdanken. Deshalb feiern wir mit Ihnen eine gemeinsame Geschichte, die nun 110 Jahre wird!

 

 

 

 

Die Wurzeln unseres, nun am Niederrhein ansässigen, Familienunternehmens Vierhaus liegen in Essen - genauer in der Villa Hügel, wo Gründer August Vierhaus, Ur-Großvater des heutigen geschäftsführenden Gesellschafters Arndt Vierhaus, die imposante Holztreppe für die Familie Krupp einst fertigte.

 

 

 

 

Holz blieb auch nachfolgend der Rohstoff aus dem die Zukunft des Unternehmens erwachsen sollte. In den Vorkriegsjahren fertigte Vierhaus Türen und Fenster, bis man sich Anfang der 1930er auf Küchentische und Schreibtische spezialisierte. Während des Krieges wurde die Produktion vorübergehend auf die Herstellung von Munitionskästen und Schreibtischen für die Wehrmacht umgestellt.

 

 

 

 

 

Der Krieg brachte auch weitere Umbrüche mit sich. 1943 wurde Vierhaus von Essen nach Vehlingen evakuiert. Dort brannte am 19. Juni 1948, einen Tag vor der Währungsreform, der Betrieb nieder, sodass Vierhaus erneut gezwungen war eine Heimat zu finden.

 

 

 

 

Diese fand man in Millingen. 

In den 1970er Jahren fokussierte man sich auf die Verwendung eines breiten Spektrums an unterschiedlichen Materialien. So wurden neben diversen Holzarten wie Nussbaum, Kiefer und Eiche ganz im Sinne des Zeitgeistes auch Marmor, Metall und Glas verarbeitet. Dabei beschritt Vierhaus schon früh internationale Wege und bezog Rohstoffe aus Italien, Iran, Honduras und der Türkei.

 

 

 

 

 Mit der Zeit erfolgte nicht bloß eine Veränderung des Geschmacks, sondern ebenfalls eine Schwerpunktsetzung auf Funktionalität und technische Finessen. Durch den Zukauf der Ilse-Werke in Uslar 1990, wurde das Profil des Unternehmens geschärft. Fortan wurde die Funktionssparte stetig ausgebaut, sodass Vierhaus heute Europas größter Funktionstisch-Hersteller ist.

 

 

 

 

Vierhaus hält zahlreiche Patente, die nicht bloß innerhalb der Unternehmensgruppe, bestehend aus Vierhaus, Ilse Technik und EVE collection, Verwendung finden, sondern im automotiv Bereich nachgefragt werden. Hierbei wurde der strategische Schwerpunkt auf den wachsenden Caravan Markt gelegt. „Wir bedienen derzeit 80% des europäischen Marktes mit unseren Mechaniken“, sagt der Unternehmer Arndt Vierhaus.

 

 

 

 Ziel ist eine weitere Internationalisierung, bei der Vierhaus gegenwärtig sowohl eine technische Optimierung durchläuft, als auch verstärkt auf den Ausbau des Online-Handels setzt. „Industrie 4.0 ist auch für die Möbelbranche ein relevantes Thema“, erklärt der Unternehmer. Neben dem stationären Einzelhandel, mit dem Vierhaus aktuell noch über 85% des Umsatzes erwirtschaftet, wird ein Hauptaugenmerk auf den Ausbau von online Vertriebsstrukturen gelegt.

 

  

 

„Der Kunde findet unsere Produkte nun nicht mehr nur unter fremden Namen im Möbelhaus, sondern auch auf Amazon, OTTO, Wayfair und germansmartliving.com“, unterstreicht der Unternehmer, der zuletzt auch kräftig durch den Kauf von innovativen Produktionsmaschinen, wie CNC Maschinen und einer neuen Verpackungsstraße, in die Zukunft investiert hat.

 

 

 

 

Allerdings steht bei dem Familienunternehmen das Individuum noch immer im Vordergrund. Eine gemeinsame Betriebsfeier anlässlich des 110-jährigen Bestehens soll kollegiale Bande stärken. Deshalb lädt der Standort Millingen die Kollegen der Ilse Technik im Herbst 2018 ein, den schönen Niederrhein und die Grenzregion zu erkunden. „Dafür werden wir eine Bootsfahrt nach Nimwegen unternehmen“, berichtet Arndt Vierhaus, der abends eine große Feier auf dem Betriebsgelände mit allen 250 Mitarbeitern plant.

 

 

 

 In die Zukunft blickt der Unternehmer durchweg positiv. Die Unternehmensgruppe schreibt schwarze Zahlen, obwohl Vierhaus vor weniger als vier Jahren eine Restrukturierungsmaßnahme umsetzten musste. „Die Mitarbeiter, Zulieferer und Kunden haben alle an einem Strang gezogen, sodass wir nun gestärkt aus der Krise gegangen sind“, erklärt Vierhaus, der bereits fleißig weitere Investitionen für die fünfte Generation tätigt.